Ein Foto von …

Ein Foto von …

Dirk Tillack

Nebenbei und ohne Absicht entstehen hin und wieder Fotos, die ich ganz besonders gerne mag – wie dieses von Dirk Tillack.

Während Dirks Kollege Bernd noch irgendeine Kleinigkeit im Hintergrund zu tun hatte, standen Dirk und ich schon mal an der Mauer, wo wir ein paar Portraits von den beiden für ihr neues Bühnenprogramm fotografieren wollten. Weil wir schon ziemlich Strecke gemacht hatten an dem Tag, haben Dirk und ich die Wartezeit – jeder für sich – als kleine Entspannungspause genutzt: ich hab mit der Kamera vage Positionen gesucht und Dirk ist auf seine ganz eigene Art ein wenig herumgetänzelt.

In die Serie für Plakat, Website oder Postkarten hat das Foto es natürlich nicht geschafft. Aber es ist definitiv eins meiner liebsten Fotos des Tages.

 

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Ein Foto von …

Ein Foto von …

Richard von Weizsäcker

Im vergangenen Jahr habe ich in Berlin eine Veranstaltung der Robert Bosch Stiftung dokumentarisch fotografiert. Anlass war das Jubiläum des Förderprogramms deutsch-polnischer Nachbarschafts-
beziehungen, das die Robert Bosch Stiftung vor 40 Jahren aus der Taufe gehoben hat.
Wie es bei einer solchen Feierlichkeit üblich ist, gab es ein Rahmenprogramm mit kleinem Empfang, einigen Reden, einer Diskussionsrunde mit Teilnehmern aus Politik und Kultur, musikalischer Begleitung und im Anschluss an den offiziellen Teil wurde das festliche Buffet eröffnet. Nichts besonderes also, mögen nun diejenigen denken, die auf derlei prominentem Parkett zuhause sind.

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Winterhochzeit

Winterhochzeit

Ich häng ein wenig hinterher mit dem Veröffentlichen neuer Bilder; es ist nämlich z. B. schon über ein Jahr her, dass ich diese Winter-Hochzeit fotografiert habe: der Bräutigam aus Singapur, die schöne Braut aus China und die Feier in der Kölner Wolkenburg. Los gings in der Frühe beim Friseur, getanzt wurde bis spät in die Nacht, und zwischendurch haben wir noch ein paar Mitglieder der StattGarde Colonia Ahoj getroffen.

Ein kleine Auswahl der Fotos möchte ich nun endlich gerne zeigen. Bitte sehr:

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Die Rigi und der Nebel

Die Rigi und der Nebel

 

Irgendwo oben auf der Rigi – der Königin der Berge –  dem Hausberg von Luzern, irgendwo dort oben hab ich mein Herz an diesen Berg verloren. Ob auf 1500 Metern  oder ganz oben am Gipfel – ich weiß es nicht.

Nicht etwa die Aussicht betört mich, nicht der weite Blick auf das Schweizer Umland oder den Vierwaldstättersee. Kein unendlich blauer Himmel taucht gemeinsam mit der Sonne die Rigi in verführerisches Licht. Nein, sehr viel zu sehen gibt es bei meinem ersten Besuch auf der Rigi nicht. Überall ist Nebel.

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Mit Petticoat und Fliege

Mit Petticoat und Fliege

Eine ganz entspannte Hochzeit durfte ich im vergangenen Oktober fotografieren: mit Petticoat und Fliege, Regen und Sonne und einem Brautpaar, dem der Spagat gelungen ist, diesen Tag wichtig, aber nicht zu ernst zu nehmen. 
Es war von früh bis spät ein richtig schönes Fest!

Ein kleine Auswahl der Fotos darf und möchte ich nun gerne zeigen. Bitte sehr:

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Vergemütlichung

Vergemütlichung

Es gibt Fotos, die im Vorbeigehen entstehen. Dazu gehören die Fotos der Gefährten – Autos, die mir am Wegesrand begegnen. Dazu gehören aber auch Momentaufnahmen des Alltäglichen – scheinbare Nebensächlichkeiten , die man genauso gut einfach hinnehmen könnte, ohne ein Foto davon zu machen. 
Nicht immer habe ich die Muße, diesen Eindrücken, die sich spontan den Weg in Herz oder Hirn bahnen, Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Manchmal aber nehme ich die Kamera und mache ein Foto. Machmal finde ich es schon im nächsten Moment banal und belanglos.
Über manche Fotos aber bin ich froh. 

Dieses Foto eines Fensters habe ich gerade auf einer meiner zahlreichen Festplatten wiederentdeckt. Ohne Zusammenhang und nicht verschlagwortet ist es ein typisches Einzelbild, entstanden irgendwann, als ich auf dem Weg nach irgendwo war.

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Vom Loslassen

Vom Loslassen

Ein Abschied

Lange Zeit hatte ich ein Objektiv das ich  immer an der Kamera hatte, wenn ich für anders-anziehen unterwegs war.

Das war nicht irgendein Objektiv. Es war das erste, dass ich mir so richtig mühsam und konkret ausgesucht habe.  Ich wollte eine Brennweite, die verschiedenen Ansprüchen genügen sollte und die ich mir gleichzeitig aber auch leisten können musste. Weil finanziell erst mal nur eine Optik drin war, habe ich entsprechend lange überlegt.

Schließlich habe ich mich für ein Zoom-Objektiv entschieden; das Canon 70-200 Is USM, f 4,0. Natürlich hätte ich gerne die lichtstärkere Ausgabe mit Blende 2,8 gekauft, aber soviel Geld war nicht übrig. Es musste ja noch so viel anderes angeschafft werden am Anfang. 

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Die Gefährten

Die Gefährten

Teil 1

Seit vier oder fünf Jahren fotografiere ich Autos aus vergangenen Jahrzehnten, die mir so am Wegesrand begegnen. Die sammele ich seither unter dem Namen „Die Gefährten“. Ich mag den Doppelsinn, der diesem Ausdruck innewohnt; für mein Empfinden wird er der Funktion und Bedeutung dieser alten Fahrzeuge gleichermaßen gerecht.

Ich selbst hatte, wie bereits erwähnt, lange Jahre einen silbernen Volvo Kombi 240. Besser gesagt hatte ich zwei davon, nacheinander natürlich, und zufällig waren sie beide silber. An diesem Auto, also an beiden, habe ich sehr gehangen, und wenn ich einen Luxus-Wunsch frei hätte, so stünde ein alter Volvo Kombi recht weit oben auf meiner Auswahlliste.

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hintergrundrauschen

hintergrundrauschen

Vor gut zwanzig Jahren habe ich mir einen silbernen Volvo Kombi gekauft, einen alten 240er Diesel. Der Vorbesitzer hatte die Rückbank aus- und das Innenleben umgebaut und hat den Wagen dann als LKW zugelassen. Ich fand das prima, denn zum einen war es steuerlich von Vorteil, zum anderen hatte ich berufsbedingt eher Dinge als Menschen zu transportieren. Und einige Male habe ich meinen LKW in mein  persönliches Wohnmobil verwandelt.

Eines Nachts habe ich auf der Ladefläche eine Klappe entdeckt, die mir zuvor niemals aufgefallen war. Interessiert habe ich sie geöffnet und darunter erstaunliches gefunden: eine schmale, steile Leiter, deren Stufen in einen verzweigten Gewölbekeller führte. Das war verstörend und großartig zugleich: eine neue Welt, die sich, obwohl ich es gar nicht wusste, doch schon dauernd in meiner Nähe befunden haben musste.

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